Am 16. und 17. April fand das 59. AUCEN Meeting an der Medizinischen Universität Graz statt. Zum Auftakt boten Führungen spannende Einblicke in die Gewaltambulanz als klinisch-forensische Untersuchungsstelle mit Verletzungsdokumentation und Spurensicherung nach Gewaltereignissen sowie in das Clinical Skills Center als führende universitäre Simulations- und Trainingseinrichtung mit einer Vielzahl an Simulationsobjekten und modernster Medizin- und Simulationstechnik in einem einzigartigen, hochrealistischen Umfeld.
Nach der Begrüßung durch Vizerektor Erwin Petek, Martina Fraißler-Eller und Claudia Schober hieß AUCEN-Sprecher Peter Schlögl die Teilnehmer:innen willkommen, gab einen Überblick über die Programmpunkte und berichtete über Neuigkeiten aus dem Vorstand. Im anschließenden Plenum referierte Susanne Rosanis-Leodolter (ETH Zürich, Swissuni) zu aktuellen Themen und Herausforderungen im Schweizer Hochschulsystem. In der Diskussion wurden unter anderem Fragen zu passenden Weiterbildungsformaten, Markenkonzepten, Einschreibemodellen und Microcredentials vertieft. Daran anschließend stellte sich die Proponent:innengruppe Organisationsentwicklung (OE) vor.
Nach Kaffeepause und Gruppenfoto arbeiteten die Arbeitsgruppen weiter. In der PE stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen gemeinsam mit Kolleg:innen aus der OE im Fokus. Als Best Practice zur Betrieblichen Gesundheitsförderung präsentierten Dagny Schreiner (PE mdw) und Sophia Simon (Allgemeine Gesundheitsförderung mdw) die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk "Gesundheitsfördernde Hochschulen". Die WB-Gruppe beschäftigte sich mit Microcredentials und tauschte sich intensiv mit Susanne Rosanis-Leodolter aus; zudem erfolgte ein Austausch mit den Kolleg:innen der OE. Weiters wurden Follow-ups aus vorangegangenen Treffen und aktuelle Bedarfe besprochen. Parallel diskutierte die OE Schnittmengen mit der PE, etwa zu Führungsverständnis, Trainings- und Change-Prozessen.
Der traditionelle Rectors Corner mit Rektorin Andrea Kurz und Daniela Trumler (Leiterin OE Human Resources) behandelte Fragen zu Besonderheiten der Med Uni Graz, strategischen Entwicklungsfeldern sowie Personal- und Studienprogrammen. Mit dem anschließenden gemeinsamen Abendessen im Purberg fand ein spannender Tag einen gelungenen Abschluss.
Wie gewohnt startete der zweite Tag mit der Delegiertenversammlung, bevor in den Arbeitsgruppen weitergearbeitet wurde. In der PE standen eine große Austauschrunde zur Nutzung von LinkedIn und zur Qualitätssicherung (inklusive Kurzpräsentation der Umfrageergebnisse der Universität Salzburg) sowie Inputs zu Führungskompetenzen von Kerstin Käfer (Universität Graz), Julian Schuller (Med Uni Wien) und Gabriele Neuwirther-Kulterer (BOKU) auf dem Programm. In der WB gab Stephan De Pasqualin (BMBWF) einen Überblick zu Microcredentials, den nationalen Empfehlungen und zur Verortung zwischen ordentlichem Studium und Universitätskursen; ergänzend fand ein Round-Table-Austausch zu weiteren WB-Themen statt. Ebenfalls angekündigt wurde die EUCEN 56th Annual Conference von 3. bis 5. Juni 2026 in Cagliari (weitere Informationen: 56. eucen Jahreskonferenz – CAGLIARI – EUCEN).
Zwei überaus spannende und arbeitsreiche Tage vergingen wieder viel zu schnell. Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Medizinischen Universität Graz für ein gelungenes Meeting. Das 60. AUCEN Meeting findet am 26. und 27. November an der Universität für angewandte Kunst Wien statt.